Am kommenden Wochenende beginnt sie wieder. Die Rheinbrohler St. Suitbertuskirmes ist für viele Junggesellen, Ehrendamen, Bürger und Gäste das absolute Highlight im Jahresverlauf. Aber warum ist die Kirmes in Rheinbrohl eigentlich so etwas Besonderes?
Wie vergangene Woche in einem schönen Artikel in der lokalen Presse zu lesen war, mag es nicht annähernd für jeden verständlich sein, oder als normal erscheinen, was in diesen Tagen in der Ortsgemeinde passiert. Doch grade in der heutigen Zeit kann Rheinbrohl darauf besonders stolz sein!
-
In welchem Ort gibt es noch so viele junge Leute, die wochenlang Ihre Zeit und Arbeitskraft einbringen um ein solch traditionelles Fest in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde, der Kirche und vielen Vereinen und Gruppierungen auf die Beine zu stellen?
-
In welchem Ort gibt es von Seiten der Bevölkerung noch eine solch große Unterstützung die es, nicht nur aus finanzieller Sicht, erst möglich macht die Kirmes so zu feiern, wie sie in den letzten Jahrzehnten gefeiert wurde?
-
In welchem Ort werden heute noch viele Termine geplant oder verschoben, damit man sich für die geselligen Kirmestage Zeit nehmen kann?
-
In welchem Ort ist es heute noch möglich an vier aufeinander folgenden Tagen und dem darauffolgenden Sonntag Veranstaltungen bei gut gefüllten Sälen und Plätzen besuchen zu können, auf denen Menschen aus allen Altersklassen zusammen feiern?
-
In welchem Ort kann man sich in der heutigen Zeit als junger Mann noch voller Stolz als König eines Junggesellenvereins von einer ganzen Gemeinde feiern lassen?
Gerade wenn man sich die Probleme, die andere Gemeinden mit ihren Vereinen bei der Durchführung von solchen Festen haben betrachtet, kann man stolz darauf sein, wie man in Rheinbrohl die jährliche Kirmes feiert. Wie die Junggesellen auf ihren Besuchen bei den Stiftungsfesten der umliegenden Brudervereine sehen, machen sich kaum andere Vereine noch eine solche Mühe an den jahrelangen Traditionen mit den (kostspieligen) Uniformen, dem gebunden Tannenkranz, etc. festzuhalten. Aber es wird immer wieder honoriert. Denn es gibt dafür von den vielen Rheinbrohlern am Straßenrand die Anerkennung, die die Bestätigung für die Arbeit gibt und den Spaß daran aufrecht erhält.
All das sind Voraussetzungen dafür, dass ein intaktes Vereinsleben auch in den nächsten Jahren weiter bestehen kann. Auch wenn es mal wieder kleine Probleme gibt, kann der Junggesellenverein immer wieder auf die Unterstützung vieler Freunde bauen, für die alle Vereinsmitglieder sehr dankbar sind.
Wenn Verein, Bürger und Gäste auch in den nächsten Jahren so gut miteinander leben und feiern kann man davon ausgehen, dass sich in Rheinbrohl auch nicht viel daran ändern wird. Dann kann das größte Heimatfest noch viele Jahre in einem würdigen Rahmen mit allen Generationen zusammen gefeiert werden.
Der Vorstand und alle Junggesellen und Ehrendamen freuen sich darauf auch 2010 die Kirmes
in gewohnter Weise mit dem ganzen Ort zusammen feiern zu dürfen!